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„Der Mensch, der sich selbst wählt, wählt sich in seiner Endlichkeit; der Mensch, der Gott wählt, wählt sich in seiner Unendlichkeit.“ Søren Kierkegaard
Am Ende ist es bloss Angst!
Angst, nicht zu genügen, nicht dazuzugehören, nicht gut genug zu sein. Angst, zu viel oder zu wenig zu sein. Angst, dass es so wird, wie es immer war. Angst, ohnmächtig, hilflos oder preisgegeben zu sein … Angst, zu vertrauen!
Wir alle wurden verletzt, eingeschüchtert, abgelehnt. Wir alle haben gelernt: Richtig wird belohnt, Falsch bestraft. Und dass wir uns einfach mehr anstrengen müssen - um zu gefallen, um dazuzugehören und um nicht mehr verletzt zu werden.
Deshalb sind wir Beziehungen gegenüber oft vorsichtig, skeptisch, misstrauisch. Ein hässliches, einschüchterndes, misstönendes NEIN begegnet uns – und kreist in unserem Kopf.
„Ach, wär ich doch anders, besser, schöner, beliebter, reicher, klüger, heiliger … oder gar nicht geboren.“
Also arbeiten wir härter, trainieren mehr, häufen Wissen an, optimieren uns selbst, brauchen immer neue Dinge – oder ziehen uns resigniert zurück. Wir wollen uns schützen, absichern, alles im Griff haben - nie wieder wehrlos oder diesem NEIN ausgeliefert sein!
Doch genau dieses sich Selbst schützen sperrt uns am Ende ein. Es flüstert: „Geh auf Nummer sicher, zeig dich nicht“, während das wahre Leben vor der Tür steht und anklopft. Der Selbstschutz macht uns glauben, dass Kontrolle Freiheit und Sicherheit bedeutet – während er verschleiert, dass Liebe erst beginnt, wo Angst endet.
Immer mehr bauen wir eine Festung um uns auf und verlieren zunehmend die Fähigkeit, wirklich in Beziehung zu treten und uns aufrichtig einzulassen - zu unseren Mitmenschen, zu unserer wahren Identität, zu Gott.
Doch genau dieses vertrauensvolle Wagen, dieses Öffnen der Tür und Hineinlassen, macht das Leben lebenswert und führt uns in tiefe Ruhe und Zufriedenheit.
Der Angst steht nun ein Gott gegenüber, der in seiner ewigen Liebe, keine Leistung verlangt. „So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab!" Er gab – nicht, damit wir uns mehr anstrengen, sondern damit wir aufhören können, uns zu beweisen. Er gab - damit wir empfangen können und nicht länger das „Nein“ dieses dunklen Diktators des Nichts bekämpfen müssen.
Der Schlüssel ist Jesus!
Er hat die Tür aufgestoßen, als er am Kreuz starb – und diese Tür steht uns offen. Immer wieder lädt er uns ein, streckt seine freundliche Hand aus und sagt: „Lass dich ein – lass los. Einlassen und Loslassen – gib mir deine Hand, lass uns tanzen.“
Er sagt nicht: „Werde erst besser.“ Er sagt bedingungslos: „JA!“ – und wartet geduldig auf unsere Resonanz.
Das ist alles, was er braucht. Selbst das kleinste, unsicherste „Ja“ von uns genügt, dass er hinein strömt und alles überstrahlt. Wo dieses Licht, wo diese Liebe einzieht, vertreibt sie alle Furcht (1. Johannes 4,18). Dort können keine Schatten der Angst vor Ablehnung, vor Versagen, vor Einsamkeit oder dem Tod bestehen.
In diesem Raum sind wir sicher.

